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Aktionsplan Leben im Alter - ein Praxiswerkzeug für eine alterssensible Kirche
Der Aktionsplan Leben im Alter der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) ist erschienen und steht ab sofort allen Nachbarschaftsräumen, Kirchengemeinden und Dekanaten zur Verfügung. Im Vorwort beschreibt Oberkirchenrat André Witte-Karp die Bedeutung des Aktionsplans so:
"Mit dem Aktionsplan Leben im Alter legt Ihnen die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau ein innovatives und praxisnahes Instrument zur Gestaltung inklusiver kirchlicher Räume vor. Erstmals wird das Alter nicht als Randthema, sondern als zentrales gesellschaftliches und kirchliches Anliegen verstanden. Das ist ein Perspektivwechsel, der weit über die EKHN hinausstrahlen kann."
Die Kirchenleitung der EKHN hat das Netzwerk Leben im Alter in der EKHN und Diakonie Hessen (LiA) beauftragt, sich mit den Anforderungen einer alterssensiblen Kirche zu beschäftigen. Aus dieser Arbeit sind zunächst sieben Thesen zum Alter(n) entstanden, die das Netzwerk LiA der Kirchenleeitung der EKHN im Herbst 2024 vorgelegt hat.
Auf der Grundlage dieser Thesen wurde im nächsten Schritt der Aktionsplan Leben im Alter entwickelt. In diesem werden die Thesen in Aufgabenfelder, Handlungsschritte und praxisnahe Checklisten konkretisiert. Nachbarschaftsräume und Dekanate können damit unkompliziert prüfen, wie gut ihre Räume und Angebotsformate zur Teilhabe aller, also z. B. auch Menschen mit Hörbeeinträchtigungen, Menschen im hohen Alter oder mit eingeschränkter Mobilität etc., beitragen.
Was bietet der Aktionplan Alter?
Der Aktionsplan unterstützt auf dem Weg zu einer alterssensiblen Gemeinde und Kirche. MIt ihm sollen die Vernetzung und Zusammenarbeit im Sozialraum gestärkt werden, indem er umsetzbare Arbeitshilfen liefert. Darüber hinaus ermöglicht er eine strukturierte Auseinandersetzung mit zentralen Themenbereichen, zu denen die sieben Thesen formuliert worden sind:
- Die große Gruppe der Alten (These 1)
- Austausch und Begegnung zwischen den Generationen (These 2)
- Vielfältige Lebensformen berücksichtigen (These 3)
- Als Kirche im Gemeinwesen präsent und engagiert sein (These 4)
- Partizipation und Fürsorge fördern(These 5)
- Inklusion leben (These 6)
- Öffentlichkeitsarbeit stärken (These 7)
Die komplette Publikation kann hier heruntergeladen werden. Die einzelnen Arbeitsblätter und Checklisten daraus stehen auf der Seite Materialien zum Download zur Verfügung. Gedruckte Exemplare können über das Zentrum Bildung und Beratung bezogen werden.
Thesenpapier des Netzwerks „Leben im Alter“ - ausführliche Fassung / Juli 2024
Der Prozess EKHN2030 ist in vollem Gange. Zahlreiche Veränderungen werden eingeleitet, um die Zukunftsfähigkeit der Kirche zu gewährleisten. Allerdings entstand bei uns Aktiven des Netzwerks „Leben im Alter“ in der EKHN und der Diakonie Hessen der Eindruck, dass dabei die älteren Generationen in Kirche und Gesellschaft aus dem Blick geraten. Deshalb wandten wir uns an die Kirchenleitung mit der Forderung, die Generation der über 60-Jährigen wieder stärker in den Fokus zu rücken. Daraufhin beauftragten Kirchenpräsident Dr. Dr. Volker Jung und Oberkirchenrätin Dr. Melanie Beiner das Netzwerk damit, darzustellen, wie Ältere im weiteren Prozess EKHN2030 besser berücksichtigt werden können. Mit dem vorliegenden Papier präsentieren wir nun unsere Ergebnisse. Ein Aktionsplan mit Vorschlägen für konkretere Maßnahmen für die Umsetzung auf Dekanats- und Nachbarschaftsraumebene ist in Planung.
Hilfe, wir haben ein Altenheim
Das Altenheim – ein Ort an dem zwischen Einzug und Tod das Leben liegt. Ein Leben, das bunt befüllt werden möchte. Dieser Ort ist darüber hinaus auch ein Arbeitsplatz, an dem viele unterschiedliche Professionen aufeinandertreffen. Die Perspektiven der hier lebenden und arbeitenden Menschen auf das Leben könnten nicht unterschiedlicher sein und doch verbindet sie der gemeinsame Wunsch das Altern würdevoll zu gestalten.
Die Organisationseinheit des Nachbarschaftsraums sowie die Gleichzeitigkeit des unausgewogenen Verteilungskonflikts erwerbstätiger Menschen und der alternden Bevölkerung, stellen Haupt- und Ehrenamtliche vor eine riesige Herausforderung. Im Zentrum steht die Frage wie Alten- und Pflegeheime und die in ihnen lebenden (und sterbenden) Menschen angemessen in den Blick genommen werden können.
Diese Publikation ist eine Praxisanleitung, die die Sorge vor der Herausforderung nehmen und Mut machen will „einfach anzufangen“. Sie führt in das komplexe Thema der Seelsorge im Altenheim ein und schafft Vertrauen gemeinsam zu wirken. Im Rahmen der praktischen Anleitung geht es unter anderem um die Rechtsformen der Altenheimseelsorge, mögliche Wohnformen und die Grundbedingungen für die Seelsorge.
Zitat
"Im Grund haben die Menschen nur zwei Wünsche: alt zu werden und dabei jung zu bleiben.“ Peter Bamm, deutscher Schriftsteller 1897 - 1975


