Fachtag 2012

Kommt der Psalter mit dem Alter? - Religiosität im Alter -

Unter diesem Titel fand am 19. Juni 2012 die 2. Jahrestagung des Netzwerks "Leben im Alter" im Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung in Mainz statt.
Nach landläufiger Auffassung besteht im Alter eine besondere Nähe zur Religiosität. Alte Menschen galten seit jeher als besonders fromm und kirchlich verbunden.
Inzwischen mehren sich jedoch die Anzeichen, dass diese pauschale Annahme nicht mehr unbedingt gilt:
Der 6. Altenbericht der Bundesregierung bestätigt die außerordentlich hohe Bedeutung von Religiosität und Kirche für alte Menschen. Gleichzeitig wird jedoch festgestellt, dass kirchliche Verbundenheit und ein Engagement bei einer zunehmenden Anzahl von Älteren nicht mehr selbstverständlich sind. Und die Studie "Was glauben die Hessen?" hat jüngst konstatiert, dass das Interesse an religiösen Themen in den älteren Generationen erheblich ausgeprägter ist als unter den Jüngeren. Doch gleichzeitig stimmen überdurchschnittlich viele über 60-jährige der Auffassung uneingeschränkt zu, "dass die Kirchen auf Fragen, die sie wirklich bewegen, keine Antwort haben".
Diese Spannungen stellen besondere Herausforderungen an alle, die sich in kirchlicher und diakonischer Altenarbeit haupt- und ehrenamtlich engagieren.
Dem Netzwerk "Leben im Alter" war es ein Anliegen, mit seiner Jahrestagung die Religiosität von älteren und alten Menschen in ihren unterschiedlichen Facetten und Lebenslagen näher zu beleuchten.

Material zum Downloaden:

Flyer

Eröffnungsvortrag

Verlust von Ewigkeit? - Die Bedeutung des Jenseits im Diesseits des Alter(n)s

Workshops:

1. Spirituelle und seelsorgliche Begleitung alter Menschen im Sterben

2. Kasualien und Lebensübergänge im Alter

3. Glauben "junge Alte" anders? - Spirituelle Bedürfnisse "junger Alter" jenseits von dogmatisch-kirchlichen Glaubenssätzen

4. Religiosität im Pflegeheim leben

Pressemitteilungen

EPG Ausgabe 26/2012

Evangelische Sonntagszeitung 8. Juli 2012